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Warum eine Marketing-Managerin genug von Reichweite hatte

8 Min. Lesezeit

Sie konnte ihren Kunden neue Gäste bringen — aber nicht garantieren, dass sie wiederkommen. Also baute sie selbst die Lösung.

Als Marketing-Managerin war Saskia Jonasch jahrelang mit einer Frage beschäftigt: Wie bringt man mehr Menschen in ein Geschäft, ein Café oder ein Lokal?

Social Media, Content, Ads, Google, Kampagnen. Die Mechanismen funktionierten. Aufmerksamkeit ließ sich aufbauen, Reichweite steigern, neue Gäste gewinnen.

Doch irgendwann wurde ihr klar: Das eigentliche Problem beginnt oft erst danach.

Was passiert mit einem Menschen nach dem ersten Besuch? Kommt er wieder? Erinnert er sich an das Lokal? Entscheidet er sich beim nächsten Mal erneut dafür — oder für das Café zwei Straßen weiter?

Genau darauf hatte klassisches Marketing erstaunlich wenig Einfluss. Und genau daraus entstand Stampzino.

Der Punkt, an dem Reichweite nicht mehr reicht

Im Marketing wird viel über Wachstum gesprochen — über Views, Klicks, Follower, Reichweite, Neukundengewinnung. Unternehmen investieren Zeit und Geld darin, Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Eine Instagram-Anzeige soll den ersten Besuch auslösen, Google Maps hilft bei der Suche, ein gutes Reel sorgt dafür, dass ein neues Café plötzlich auf der persönlichen „Muss ich ausprobieren“-Liste landet.

Doch sobald der Gast bezahlt und das Lokal wieder verlassen hat, beginnt für viele Unternehmen das Spiel von vorne. Beim nächsten Kaffee konkurrieren sie wieder mit allen anderen. Beim nächsten Lunch ebenfalls.

Saskia Jonasch kannte genau diese Situation aus ihrer Arbeit im Marketing.

„Ich konnte meinen Kunden helfen, neue Gäste zu gewinnen. Aber ich konnte ihnen nicht versprechen, dass diese Gäste wiederkommen.“

Dieser Gedanke ließ sie nicht mehr los. Denn gerade für lokale Unternehmen liegt ein erheblicher Teil des wirtschaftlichen Potenzials nicht nur darin, immer neue Menschen zu erreichen — sondern darin, aus einem ersten Besuch einen zweiten zu machen. Und aus einem zweiten irgendwann eine Gewohnheit.

Die Geschäftsidee entstand auf dem Weg zu einem Strawberry Matcha Latte

Der entscheidende Moment war erstaunlich unspektakulär. Saskia war mit einer Freundin auf dem Weg in ein Café. Das Ziel stand eigentlich schon fest: Strawberry Matcha Latte.

Kurz bevor sie ankamen, fiel ihrer Freundin ein, dass ihre Stempelkarte zu Hause lag. Ihre Reaktion:

„Dann können wir eigentlich auch ein anderes Matcha-Café ausprobieren.“

Ein beiläufiger Satz. Für Saskia allerdings ein Marketing-Moment.

Denn plötzlich wurde sichtbar, wie viel Einfluss dieses kleine Stück Papier auf eine Kaufentscheidung gehabt hatte. Solange die Karte dabei war, gab es einen Grund zurückzukommen — es waren bereits Stempel gesammelt worden, der nächste Kauf brachte die Kundin näher an ihre Belohnung, der Besuch fühlte sich nicht mehr wie eine komplett neue Entscheidung an.

Doch sobald die Karte fehlte, war dieser Effekt praktisch verschwunden.

„Ich fand es absurd faszinierend. Eine simple Papierkarte hatte es geschafft, eine Kundin stärker an ein Café zu binden als wahrscheinlich ein Großteil dessen, was wir im digitalen Marketing jeden Tag produzieren.“

Gleichzeitig lag das größte Problem dieser Stempelkarte auf der Hand: Sie war zu Hause.

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Kundenbindung funktioniert. Nur das Medium ist veraltet.

Stempelkarten sind keine neue Erfindung — vielleicht liegt genau darin ihre Stärke. Das Prinzip ist sofort verständlich: kaufen, sammeln, belohnt werden. Keine komplizierte Erklärung, kein aufwendiges Bonusprogramm. Der Gast sieht seinen Fortschritt und hat einen zusätzlichen Grund, wiederzukommen.

Das Problem ist nicht das Prinzip. Das Problem ist das Stück Karton. Papierkarten werden vergessen, verloren, landen in einer anderen Tasche oder verschwinden irgendwann zwischen Rechnungen und alten Kassenzetteln.

Das Smartphone hingegen haben die meisten Menschen ohnehin bei sich. Warum also sollte Kundenbindung nicht dort stattfinden?

Aus dieser Frage wurde Stampzino

Stampzino ist eine digitale Loyalty-Lösung für lokale Unternehmen. Statt einer klassischen Papier-Stempelkarte erhalten Kund:innen ihre digitale Karte direkt auf das Smartphone. Das Ziel dahinter ist bewusst einfach: Kundenbindung soll genauso selbstverständlich digital funktionieren wie Neukundengewinnung.

Dabei geht es Saskia Jonasch nicht darum, aus einer simplen Stempelkarte ein kompliziertes Loyalty-System zu machen. Im Gegenteil.

„Ich wollte genau das behalten, was an der klassischen Stempelkarte funktioniert: Sie ist einfach, unmittelbar verständlich und motiviert zum Weitersammeln. Ich wollte nur das Problem entfernen, dass man sie ständig irgendwo liegen lässt.“

Stampzino soll Unternehmen ermöglichen, aus einmaligen Besuchen langfristigere Kundenbeziehungen zu entwickeln — ohne Kund:innen zuerst durch komplizierte Registrierungsschritte oder unnötige Hürden zu schicken.

Der unterschätzte Teil des Marketing-Funnels

Für Saskia Jonasch ist Stampzino deshalb mehr als eine digitale Stempelkarte. Es ist die Antwort auf eine Frage, die im klassischen Marketing häufig zu spät gestellt wird: Was machen wir eigentlich mit all den Menschen, die wir bereits gewonnen haben?

Ein Unternehmen kann Tausende Euro in Social Ads investieren, Content produzieren, Influencer einladen, SEO optimieren, auf Google Maps sichtbar sein. Doch wenn ein Gast einmal gekauft hat und danach wieder vollständig aus dem eigenen System verschwindet, bleibt ein großer Teil dieses Potenzials ungenutzt. Der Fokus liegt häufig auf dem nächsten neuen Kunden.

Stampzino setzt einen Schritt später an. Nach der Reichweite. Nach dem Klick. Nach dem ersten Kauf. Dort, wo aus Neukundengewinnung Kundenbindung werden muss.

Vielleicht brauchen lokale Unternehmen nicht immer mehr Reichweite

Die zentrale These hinter Stampzino ist bewusst unbequem für eine Branche, die sich seit Jahren an immer größeren Zahlen misst: Mehr Reichweite ist nicht automatisch mehr Geschäft.

Ein Café mit Tausenden Instagram-Followern kann trotzdem jeden Morgen erneut darum kämpfen, dass Menschen tatsächlich durch die Tür kommen. Ein kleineres Lokal mit einer starken Stammkundschaft kann wirtschaftlich deutlich stabiler sein.

Deshalb stellt Stampzino eine andere Kennzahl in den Mittelpunkt: Wiederkehr. Wie viele Menschen kommen ein zweites Mal? Wie viele ein fünftes? Und wie schafft man es, dass aus einem spontanen Besuch irgendwann ein persönlicher Lieblingsort wird?

„Ich glaube nicht, dass lokale Unternehmen permanent noch mehr Menschen erreichen müssen. Sie müssen besser darin werden, die Menschen zu halten, die sie bereits überzeugt haben.“

Von der Marketing-Managerin zur SaaS-Gründerin

Stampzino entstand nicht aus einer klassischen Startup-Idee. Es entstand aus einem Problem, das Saskia Jonasch in ihrer eigenen Arbeit immer wieder beobachtete. Als Marketing-Managerin beschäftigte sie sich jahrelang damit, Reichweite aufzubauen, Kampagnen zu entwickeln und Neukund:innen zu gewinnen.

Irgendwann wollte sie nicht mehr nur dabei helfen, Menschen zum ersten Besuch zu bewegen. Sie wollte die Lücke danach schließen.

Aus einer vergessenen Stempelkarte wurde deshalb eine Produktidee. Aus der Produktidee eine Plattform. Und aus der Frage „Wie bekommen wir mehr Gäste?“ wurde eine neue: Wie sorgen wir dafür, dass sie wiederkommen?

Portrait Saskia Jonasch
Foto: bei der Arbeit

Über Stampzino

Stampzino ist eine digitale Loyalty-Plattform für lokale Unternehmen wie Gastronomie, Cafés, Retail- und Dienstleistungsbetriebe. Die Lösung überträgt das bekannte Prinzip der klassischen Stempelkarte auf das Smartphone und unterstützt Unternehmen dabei, aus Erstkund:innen wiederkehrende Kund:innen zu machen. Im Mittelpunkt steht nicht nur Reichweite, sondern Wiederkehr.

Über die Gründerin

Saskia Jonasch kommt aus dem Marketing und entwickelte Stampzino aus einer Herausforderung, die sie in ihrer beruflichen Arbeit immer wieder beobachtete: Neue Kund:innen lassen sich durch gutes Marketing gewinnen — doch echte Kundenbindung beginnt erst nach dem ersten Kauf. Mit Stampzino möchte sie genau diese Lücke zwischen Customer Acquisition und Customer Retention schließen.

Themen für Presse & Interviews

  • Warum lokale Unternehmen zu viel über Reichweite und zu wenig über Kundenbindung sprechen
  • Warum die klassische Stempelkarte psychologisch noch immer funktioniert
  • Wie aus einer vergessenen Matcha-Stempelkarte eine SaaS-Idee entstand
  • Customer Retention statt immer teurerer Neukundengewinnung
  • Warum Social Media kein Kundenbindungsprogramm ersetzt
  • Digitalisierung im lokalen Handel und in der Gastronomie
  • Female Entrepreneurship & Bootstrapped SaaS
  • Vom Marketing zur eigenen Software-Lösung
  • Die Zukunft von Loyalty-Systemen für kleine und mittelständische Unternehmen

Logos & Markenmaterial

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Saskia Jonasch
Founder, Stampzino
hello@stampzino.com